Es ist kurz nach sieben. Die Straße ist trocken, der Himmel klar – eigentlich perfekte Bedingungen. Dann kommt die nächste Kurve und plötzlich steht die Sonne genau vor der Windschutzscheibe. Für wenige Sekunden verschwinden Ampel, vorausfahrendes Auto und Fahrbahn fast vollständig im grellen Licht.
Gerade im September kennen viele Autofahrer diese Situation. Die Tage werden kürzer, die Sonne steht morgens und am späten Nachmittag tiefer – genau dann, wenn viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder nach Hause sind.
Das Gefährliche daran: Anders als Regen, Schnee oder Nebel wirkt schönes Herbstwetter zunächst vollkommen harmlos.
Warum die September-Sonne plötzlich zum Problem wird
Im Hochsommer steht die Sonne tagsüber deutlich höher. Mit dem Übergang zum Herbst verändert sich ihr Winkel. Besonders morgens und am späten Nachmittag kann sie dadurch direkt ins Sichtfeld des Fahrers gelangen.
Problematisch wird es, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen. Eine tief stehende Sonne trifft beispielsweise auf eine verschmutzte Windschutzscheibe, feuchte Straßen oder entgegenkommende Fahrzeuge. Reflexionen verstärken dann die Blendung zusätzlich.
Aus einem kurzen Moment schlechter Sicht kann schnell eine brenzlige Situation werden: Ein vorausfahrendes Fahrzeug bremst. Ein Fahrradfahrer wird erst spät erkannt. Ein Poller verschwindet im Gegenlicht. Beim Abbiegen wird der Bordstein unterschätzt.
Nicht jeder dieser Momente endet mit einem schweren Unfall. Viel häufiger entstehen die kleinen Schäden des Alltags: ein beschädigter Stoßfänger, eine Delle im Kotflügel oder ein Kratzer beim Ausweichmanöver.
Eine saubere Scheibe ist jetzt wichtiger, als sie aussieht
Eine Windschutzscheibe kann auf den ersten Blick sauber wirken und bei tief stehender Sonne trotzdem zum Problem werden.
Fingerabdrücke, Staub und ein dünner Film auf der Innenseite streuen das Licht. Sobald die Sonne direkt auf die Scheibe trifft, entsteht ein milchiger Schleier. Die Sicht kann innerhalb eines Augenblicks deutlich schlechter werden.
Deshalb lohnt es sich im September, die Windschutzscheibe nicht nur außen, sondern auch innen gründlich zu reinigen. Auch die Scheibenwischer verdienen einen Blick. Ziehen sie Schlieren, wird aus einer eigentlich kleinen Verschmutzung im Gegenlicht schnell eine große Sichtbehinderung.
Die Sonnenblende sollte ebenfalls nicht erst gesucht werden, wenn man bereits geblendet wird. Wer auf einer bekannten Strecke unterwegs ist und weiß, dass die Sonne hinter der nächsten Kurve tief steht, kann sich darauf vorbereiten.
Besonders tückisch: Wechsel zwischen Schatten und grellem Licht
Eine der schwierigsten Situationen entsteht auf Straßen mit Bäumen, Häusern oder Hügeln.
Für einige Sekunden fährt man durch Schatten, anschließend direkt in die Sonne. Das Auge muss sich ständig an unterschiedliche Helligkeiten anpassen.
Gerade auf Landstraßen rund um Rodewisch und im Vogtland können solche Wechsel im Herbst häufig auftreten. Kurvige Straßen, Waldabschnitte und offene Flächen folgen teilweise unmittelbar aufeinander.
Deshalb ist nicht nur die eigentliche Blendung entscheidend. Auch die Sekunden davor und danach können problematisch sein.
Wer in solchen Situationen etwas mehr Abstand hält und die Geschwindigkeit frühzeitig anpasst, verschafft sich vor allem eines: zusätzliche Reaktionszeit.
Sonnenbrille im Auto? Im September durchaus sinnvoll
Eine gute Sonnenbrille gehört für viele Menschen zum Sommer. Im Auto kann sie im September sogar wichtiger sein.
Besonders hilfreich können Gläser sein, die störende Reflexionen reduzieren. Entscheidend ist aber vor allem, dass die Brille die Sicht nicht unnötig verdunkelt und zum Autofahren geeignet ist.
Sie sollte außerdem griffbereit liegen. Eine Sonnenbrille im Kofferraum hilft wenig, wenn die Sonne plötzlich hinter einer Kurve auftaucht.
Nach einem kleinen Kontakt nicht nur auf den Kratzer schauen
Trotz aller Vorsicht kann es passieren: Ein kurzer Moment der Blendung, ein Ausweichmanöver, ein Kontakt mit einem Poller oder ein kleiner Auffahrunfall.
Dann konzentriert sich der Blick meistens auf den sichtbaren Schaden. Doch ein moderner Stoßfänger besteht nicht nur aus der lackierten Außenhaut. Dahinter können Halterungen und technische Komponenten sitzen. Auch ein leicht verschobener Kotflügel oder eine Stoßstange, die auf einer Seite nicht mehr sauber sitzt, sollte genauer betrachtet werden.
Achten Sie deshalb nach einem kleinen Kontakt darauf, ob sich Spaltmaße verändert haben, Teile locker wirken oder plötzlich ungewöhnliche Geräusche auftreten.
Ein äußerlich kleiner Schaden muss nicht automatisch groß sein. Er sollte aber auch nicht allein nach seinem Aussehen beurteilt werden.
September ist schön – aber das Licht verändert die Straße
Tief stehende Sonne gehört zum Herbst. Sie lässt Landschaften besonders schön aussehen, kann hinter dem Steuer aber innerhalb von Sekunden die Sicht verändern.
Eine saubere Windschutzscheibe, funktionierende Scheibenwischer, eine griffbereite Sonnenbrille und etwas mehr Abstand können bereits einen großen Unterschied machen.
Und falls aus einem kurzen Moment der Blendung doch ein Kontakt geworden ist, lohnt sich ein genauer Blick auf das Fahrzeug.
Wenn Sie nach einem kleinen Unfall oder Parkkontakt unsicher sind, unterstützt Sie die Autolackservice Grünert GmbH gerne bei der Einschätzung und Unfallinstandsetzung. Rufen Sie uns unter 03744 – 32230 an oder kommen Sie in Rodewisch vorbei – wir schauen uns den Schaden gemeinsam mit Ihnen an.


